Man nehme die 7 Sportler Ann-Carolin Malade, Cosima Baum, Shalida Dreischmeier, Jan Krispin, Julius Schultz, Timo Scheerer und Michael Trebbow. Man jage diese durch einen anstrengenden Winter mit Krafttraining, Ergoeinheiten, Basketballspielen, tue eine Prise Spaß und Motivation hinzu, verrühre alles gut im Frühjahrstrainingslager Südfrankreich und beachte nun folgende Schritte:

 

Schritt 1: FRÜHTEST

 

Jeder Sportler wird zunächst als Einzelkämpfer dazu aufgefordert, sich gegen die Hamburger Konkurrenz zu behaupten. Das Wandsbeker Konzept schien aufzugehen, wir starteten in vier verschiedenen Bootsklassen und konnten uns in dreien an die Spitze der Rangliste rudern.

 

Schritt 2: LÜBECK

Man mische nun nach den Ergebnissen des Frühtests die Mannschaftsboote für die bevorstehende Saison.

In Lübeck wird nun auf der 1000m langen Strecke getestet, ob die Mannschaftskombinationen auch hielten was sie versprachen. Der Versuch glückte, es wurden etliche Schnapsgläser samt Marzipanherzen gewonnen, Ann-Carolin und ich erruderten im Doppelzweier sogar den „wunderschönen“ Kerzenständer, den man in der Vitrine im Clubraum bewundern kann.

 

Schritt 3: BREMEN bzw. MÜNCHEN

Man schicke die Junioren nun auf die 1500m Strecke, für Michael und Timo ist dies schon die originale Streckenlänge.

Michael fuhr als einziger von uns im Rahmen des AAC-Projektes nach München, wo er sowohl im JMB 8+ und im 2- mit Malte Großmann (RCFH) alle Rennen für sich entscheiden konnte.

Wir restlichen Wandsbeker behaupteten uns in Bremen.

Jan absolvierte alle vier Rennen des Wochenendes im 1x, wobei er in dreien den Bugball vorne hatte.

Timo befand sich noch in der Testphase, auf der Suche nach der passenden Mannschaft, was manchmal gar nicht so einfach ist.

Manchmal ist es aber auch doch sehr einfach, wir drei A-Juniorinnen des RVW bildeten mit Luise Gern (RGH) einen in Bremen erfolgreichen 4x-, zusätzlich fuhren wir aus diesem Vierer heraus noch zwei Doppelzweier. Ann-Carolin und ich gegen Cosima und Luise.

Auch Julius startete im männlichen Bereich erfolgreich in diesen beiden Bootsklassen, im 2x mit Hannes Michaels (RCA), im 4x- noch verstärkt durch Julian Pöhl (ARVH) und Jes Lorenzen (Kappeln).

 

Schritt 4: KÖLN

Man lasse die Sportler nun weiterhin eine Zeit lang 7-8 Einheiten die Woche trainieren und schickt sie dann nach Köln, auf die erste internationale Regatta des Jahres. Für uns A-Junioren ist dies dann auch die erste Gelegenheit, uns auf der 2000m Strecke zu behaupten. Es starteten die Mannschaften aus Bremen, Timo inzwischen im JMB 4x+.

In Köln gilt es, sich nicht nur gegen die norddeutsche Konkurrenz zu behaupten, sondern auch zu sehen, wo man deutschlandweit steht. Schon hier zeigte sich, dass die jeweils zwei Mannschaften um Julius und um Michael zu den stärksten Deutschlands zählten.

Unser Juniorinnen- 4x- gehört eigentlich in die Leichtgewichtsklasse, doch da es diese traditionell erst ab Regatta Hamburg gibt, fuhren wir bei den Schwergewichten mit und setzten auch hier schon Akzente.

 

Schritt 5: HAMBURG

An dem Juniwochenende drei Wochen vor den DJM hieß es „Heimspiel“. Die Generalprobe findet alljährlich auf der uns wohl bekannten Strecke in Allermöhe statt und das Motto sollte nicht sein, dass dies schief geht.

Für Jan bedeutete Regatta Hamburg auch gleichzeitig die Rangliste Deutschland. Er maß sich mit den besten Skullern Deutschlands in seiner Altersklasse, als A-Junior im jüngeren Jahrgang keine leichte Aufgabe.

Der A-Juniorinnen 4x- entschied sich nach einem guten Ergebnis den Fokus auf dem 4x- zu behalten und die Doppelzweierkombinationen aufzulösen, während bei Julius weiterhin in beiden Bootsklassen Medaillenchancen in Sicht waren.

Auch Michael lieferte souverän gute Ergebnisse mit vier Siegen.

Für Timo stand nach diesem Wochenende erst einmal eine rudertechnische Umstrukturierung an, er wechselte vom Skullbereich zu den Riemern.

 

Schritt 6: DEUTSCHE JAHRGANGSMEISTERSCHAFTEN

In diesem Jahr sollte der ruderische Höhepunkt in Brandenburg stattfinden.

Jetzt heißt es Anspannung und Motivation zu bündeln, alle Kräfte zu sammeln und höchste Konzentration an den Tag zu legen.

Jan ging im schweren Doppelzweier mit dem Stuttgarter Alex Archner an den Start. Die Kombination ergab sich spontan, die beiden erruderten sich bei starker Konkurrenz einen 8.Platz!

Auch Timos Konkurrenz erwies sich als harte Nuss und so erreichten sie Platz 7!

Als JFA 4x- hätten wir auf den DJM lediglich das Finalrennen gehabt, doch um ein bisschen Stress abzubauen und ein Gefühl für die Strecke zu bekommen, fuhren wir zusätzlich ein Rennen bei den Seniorinnen mit. Diese Idee erwies sich als gut, am Sonntag fühlten wir uns sicher und schoben uns im Finale als dritter über die Ziellinie. Bronze für den RVW!

Julius 2x-Rennen erwies sich als kleiner Krimi. Das Feld war so nah beieinander, dass sein Endergebnis per Foto ermittelt werden musste. Es stellte sich heraus, dass er die Medaille um vier Hundertstel einer Sekunde verpasste.

Vielleicht diente dies aber auch als Motivation für den 4x-, nach einem starken Rennen durfte sich die Mannschaft als Vizemeister 2011 feiern lassen. Silber für den RVW!

Michael schaffte es, die bisher schon gute Bilanz noch einmal zu toppen. Seine Rennen gewann er sowohl im 8+ als auch im 2- souverän, am Sonntagabend durfte er sich zweifach Deutscher Meister 2011 nennen. Doppelgold für den RVW!

 

 

Mit vier Medaillen ist die Saison 2011 die seit langem erfolgreichste Saison für den RVW gewesen. Mit 7-8 Einheiten die Woche stecken viele Stunden harte Arbeit sowohl von Sportler- als auch von Trainerseite dahinter, über Zuschauer und Fans haben wir uns immer besonders gefreut. Rudern ist und bleibt ein Mannschaftssport, mit diesem Gefühl bewältigte man Höhen und Tiefen der Saison und dafür ein Dankeschön an alle, die an diesem Gefühl mitgearbeitet und uns unterstützt haben!

 

 

Shalida Dreischmeier

img, #cubbies-overlay{ -moz-transition-property: margin, box-shadow, z-index; -moz-transition-duration: 0.1s; -webkit-transition-property: margin, box-shadow, z-index; -webkit-transition-duration: 0.1s; } .cubbies-selected{ z-index: 9999; box-shadow: 3px 3px 8px -1px blue !important; cursor: pointer !important; margin: -3px 3px 3px -3px; } .cubbies-selected:active{ box-shadow: 2px 2px 5px -1px darkblue !important; margin: -1px 1px 1px -1px; } #cubbies-overlay{ position: fixed; z-index: 9999; bottom: 30px; left: 30px; box-shadow: 0 2px 3px rgba(0,0,0,0.8); border: none; } #cubbies-overlay:hover{ box-shadow: 0 2px 3px rgb(0,0,0); }